Weitere soziale Projekte

Ambulanter Pflegedienst

Der Ambulante Pflegedienst wurde im Jahre 2014 am Kloster der Hl. Elisabeth mit dem Ziel gegründet, einen ambulanten Pflegedienst für schwerkranke und geschwächte Menschen zu installieren. Abgesehen von der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie der Hilfe im Haushalt erhalten die hilfsbedürftigen, alleinstehenden Menschen die Möglichkeit der seelsorglichen Fürsorge durch einen Priester, Hilfe bei der Vorbereitung auf die Sakramente der Beichte und der Hl. Kommunion aber genauso einfache herzliche menschliche Anteilnahme und Gesprächsmöglichkeiten, die den schwerkranken Menschen häufig fehlen.
Schwestern und Brüder, die eine Aufgabe in der ambulanten Krankenpflege übernehmen, wurden entsprechend in allen notwendigen Fertigkeiten einer professionellen ambulanten Pflege und dem richtigen Umgang mit Kranken geschult. Der Pflegedienst arbeitet nicht nur zu Hause bei den Kranken, sondern auch in den verschiedenen Pflegeeinrichtungen der Stadt. Gegenwärtig werden von dem ambulanten Pflegedienst mehr als 50 bettlägerige Menschen versorgt.

!!! Dringend benötigt: Pflegemittel zur Dekubitusprophylaxe

 

Ausbildung von Pflegehelfern

Am Kloster der Hl. Elisabeth wurde ein Lehrgang zur Ausbildung von Personen zur professionellen Pflege schwerkranker Menschen organisiert. Diesen Lehrgang leiten hoch qualifizierte Spezialisten und er beinhaltet sowohl theoretische wie praktische Kenntnisse und Fertigkeiten, die für eine kompetente und sachkundige Organisation der Krankenpflege erforderlich sind.

Dazu gehört Grundlagenwissen in folgenden Fachgebieten:

  • Anatomie

  • Physiologie

  • Grundlagen der Allgemeinen Krankenpflege

  • Lagerung von schwerkranken Pflegebedürftigen (Anwendung verschiedener Techniken: Bobath, Kinästhetik)

  • Einführung in die Spezielle Krankenpflege

  • Methoden von Heilgymnastik und Bewegungstherapie

  • Rehabilitation nach unterschiedlichen Verletzungen oder Schlaganfall.


Die Ausbildung erfolgt zweimal wöchentlich und dauert etwa 2 bis 3 Monate.

Sie dient der internen Ausbildung von Pflegehelfern für den ambulanten Pflegedienst, der am Kloster organisiert ist und die Teilnahme kann nicht attestiert werden.

 

Garten der Sinne“ mit Streichelzoo

Seit 2018 existiert auf dem Gelände des Minsker Kinderheim für Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen ein „Garten der Sinne“ mit Streichelzoo.
Die Hauptaufgabe des „Gartens der Sinne“ besteht in der Rehabilitation der behinderten Kinder durch die Stimulierung angenehmer Empfindungen, Schärfung der Funktion aller Sinnesorgane oder eines einzelnen Organs durch Pflanzen, andere Naturmaterialien und Tiere, die sich harmonisch in einem Gebiet und in einem Raum befinden.

Neben der Hauptfunktion ermöglichen der „Garten der Sinne“ und der Streichelzoo den Kindern, Pflanzen und Tiere – Ziegen, Vögel, Hunde – zu pflegen und zu beobachten. Der Garten ist in Zonen unterteilt, von denen jede eine bestimmte Funktion erfüllt, die für die Entwicklung des Nervensystems wichtig ist und zur Rehabilitation behinderter Kinder beiträgt – die Wiederherstellung eines harmonischen psychoemotionalen Zustands von Menschen mit der Beeinträchtigung eines der Sinne (Hören, Sehen und Berühren).

 

RehabilitationswerkstattGUTE SACHE

Die Rehabilitationswerkstatt „Gute Sache“ für Menschen mit psychischen Erkrankungen wurde 2018 auf der Grundlage der bereits existierenden Werkstätten des Klosters der Hl. Elisabeth zur Herstellung von Holzartikeln, Keramiken und anderen Kunsthandwerksprodukten gegründet. Die geschaffenen Arbeitsplätze mit einem individuellen Programm für Rehabilitation, Arbeitsorganisation und Erholung sollen die in der Gesellschaft bestehende Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen überwinden, Bedingungen für eine stabile Remission der psychischen Erkrankungen sowie die finanzielle Unabhängigkeit und Resozialisierung der Patienten schaffen.

 

Pflegeeinrichtung für ältere, alleinstehende Menschen

Der Pflegedienst plant den Bau eines eigenen Gebäudes (Pflegeheim) für 100 bis 150 Personen, um der großen Anzahl schwerkranker, alleinstehender Menschen mit niedrigem Einkommen Hilfe leisten zu können. Derzeit werden Mittel für die Planung des Gebäudes, für den Kauf eines Grundstücks oder eines fertigen Gebäudes, für die Bau- und / oder Renovierungsarbeiten sowie die Ausstattung des Gebäudes mit den für die Versorgung älterer Patienten notwendigen Mobiliar und Gegenständen benötigt.

 

Pferdetherapie

Dieses Projekt wird auf dem Männer – Klosterhof, dem Resozialisierungszentrum für Männer, durchgeführt und basiert auf dem Einsatz von therapeutischem Reiten zur Rehabilitation von Kindern mit psychischen Erkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates. Reitstunden, die für die geistig und körperlich behinderte Kinder in den Internaten (Kinderheimen) kostenlos angeboten werden, verbessern die visuell-motorische und auditorisch-motorische Koordination, verbessern den Vestibularapparat, aktivieren die kognitiven Fähigkeiten und das Selbstvertrauen des Kindes, es verbessert die Beziehungsfähigkeit zu Gleichaltrigen.

Derzeit verfügt der Reiterhof über einen Stall mit 12 Pferden und einen offenen Reitplatz.

Unser Ziel ist es, eine überdachte Reithalle zu bauen, damit die Regelmäßigkeit des Unterrichts nicht von den Wetterbedingungen abhängt.

 

Aromatherapie

Im Heim für behinderte Kinder treten insbesondere bei immobilen Kinder bzw. Kindern mit stark eingeschränkter Mobilität Probleme mit einer äquivalenten Hautpflege auf. Es entstehen leider Dekubitalgeschwüre. Durch eingeschränkte Flüssigkeitszufuhr kommt es zu Hautschädigungen, die sich auf Grund der eingeschränkten Immunlage der Kinder infizieren können. Auch die Anwendung von Inkontinenzartikeln führt zu Pflegeproblemen im Analbereich.

Ziel des Projektes soll sein, die Pflegenden für diese Fragestellung zu sensibilisieren und gemeinsam Lösungsansätze zu suchen, um mögliche, entstehende Pflegeprobleme frühzeitig zu erkennen und diesen entgegenzuwirken.

Zur Verbesserung der Hautsituation der Kinder werden spezielle Ölmischungen mit ätherischen Ölen hergestellt und den Kindern mittels Einreibungen bzw. Streichungen verabreicht. Damit wird sowohl auf das psychische wie auf das physische Befinden der Kinder Einfluß genommen. Gleichzeitig soll aufgezeigt werden, dass sich bei einem konsequenten Einsatz von ätherischen Ölen für die Haut – und Körperpflege die Aufwendungen für Pflegehilfsmittel verringern lassen.

Ein weiteres Anliegen dieses Projektes war die Wissensvermittlung an die Pflegepersonen des Kinderinternates und die praxisnahe Einführung komplementärer Pflegemethoden.

Benötigt werden die Zutaten für die Ölmischungen: fette Öle mit hautpflegenden Eigenschaften wie Mandelöl, Johanneskrautöl, Aprikosenkernöl sowie naturreine ätherische Öl wie Lavendel, Teebaum, Thymian, Zeder, Rosmarin, Niauli, Palmarosa u. ä.

 

Kindergarten, Grundschule und Gymnasium

Im Jahr 2015 wurde am Frauenkloster der Hl. Elisabeth in Minsk, Belarus die private Mittelschule „Ichthys“ eröffnet. Derzeit werden in den 11 Klassen der Schule 104 Kinder in den Klassenstufen 1 bis 7 unterrichtet.

Viele der in dieser Schule Lernenden sind Kinder aus nicht funktionierenden oder kinderreichen Familien oder Kinder mit Entwicklungsstörungen. Dieses Projekt ist auf die materiell – technische Unterstützung der Schule ausgerichtet, zur Schaffung der Grundlagen für den Unterricht für Kinder mit einer Behinderung und die Betreuung von Kindern, deren Eltern nicht über ausreichend Mittel verfügen, um ihren Kindern eine adäquate Ausbildung und allseitige Entwicklung zu ermöglichen.

Ziel der Schule ist die Aneignung des allgemeinbildenden Programmes durch die Kinder und deren Erziehung zu einer moralisch hochstehenden, harmonisch entwickelten Persönlichkeit im Geiste christlicher Werte und der Tradition der Orthodoxen Kirche. Die Ausbildung in der Schule „Ichthys“ stellt sich die Aufgabe, die Nationalkultur Weißrusslands aufleben zu lassen und den intellektuellen Fonds des Landes wieder aufzufüllen. Die Schule wird nicht aus Staatsgeldern finanziert und alle Ausgaben für deren Unterhalt, die Schülerspeisung usw. tragen die Eltern der Schüler und das Kloster.